Linux-Distributionen
Linux ist nicht nur ein Betriebssystem, denn es ist die Basis für verschiedene Betriebssysteme. Mit Linux lassen sich viele Projekte bearbeiten, die mit dem Internet vernetzt sind. Viele verschiedene Programme und Programmpakete können mit Linux genutzt werden. Eine Sammlung von Programmpaketen, die von einem Linux-Distributor zusammengestellt wurde, bezeichnet man als Linux-Distribution. Zu jeder Linux-Distibution gehören mindestens der Linux-Kernel und alle Programme, die für den Betrieb des Systems erforderlich sind. Zahlreiche Programme entstammen dem GNU-Projekt, das die Basis für Linux bildet. Linux kann ohne Distributionen betrieben werden. Die Distributionen bieten jedoch den Vorteil, dass aus Einzel-Programm-Sourcecodes, die aus verschiedenen Quellen stammen, ein lauffähiges und anwendbares Gesamtsystem zusammengestellt wird, das als Betriebssystem nutzbar ist. Viele verschiedene Programme werden dafür ausgewählt und angepasst. Eigene Programmentwicklungen werden hinzugefügt.
Linux ist nur ein Kernel, also nur ein Betriebssystemkern. Um es als vollständiges Betriebssystem nutzen zu können, wurden Linux-Distributionen entwickelt. Verschiedene Linux-Distributionen, deren Entwicklung im Jahre 1992 begann, werden inzwischen nicht mehr genutzt. Die älteste noch genutzte Linux-Distribution ist Slackware, die im Jahre 1993 von Patrick Volkerding entwickelt wurde. Linux-Distributionen werden von Nutzern und von Entwicklern zur Installation eines Linux-Systems verwendet. Zu den in Deutschland am häufigsten verwendeten Linux-Distributionen gehören Ubuntu, Knoppix, openSUSE und Fedora. Linux-Distributionen, die für Desktop-Systeme genutzt werden, enthalten ein X-Windows-System.
Linux kann als zweites Betriebssystem verwendet werden, beispielsweise, wenn Windows genutzt wird. Um Desktop-Systeme auszuführen, muss eine grafische Benutzeroberfläche installiert sein. Verschiedene Linux-Distributionen können nicht nur auf dem Desktop des PC, sondern auf dem Handy als Benutzeroberfläche verwendet werden, beispielsweise GNOME. Einige Benutzeroberflächen auf der Basis von Linux bieten zusätzlich viele Anwendungsprogramme. Nicht nur Programme, die Bestandteil der Desktopumgebung sind, sondern verschiedene Office-Pakete, E-Mail-Programme, Browser und Server-Software werden häufig mit den Distributionen mitgeliefert. Werden mehrere Betriebssysteme genutzt, ist ein Boot-Manager erforderlich. Ein Vorteil der Linux-Distributionen ist, dass sie kostenlos über die Webseite der Anbieter erhältlich sind.